Wohnungstür sicherer machen

Aktualisiert am 30.06.2026 · Lesezeit ca. 7 Min

Die meisten Einbrecher geben auf, wenn eine Tür nicht innerhalb weniger Minuten nachgibt. Schon einfache Nachrüstungen erhöhen den Widerstand deutlich. Diese acht Maßnahmen wirken – geordnet nach Aufwand.

Die 8 wirksamsten Maßnahmen

  • Sicherheitszylinder mit Aufbohr- und Ziehschutz einbauen.
  • Schutzbeschlag (ziehschutz, ES1/ES2) montieren, der den Zylinder abdeckt.
  • Mehrfachverriegelung nachrüsten, die an mehreren Punkten schließt.
  • Bandseitensicherung gegen das Aushebeln auf der Scharnierseite.
  • Zusatzschloss mit Sperrbügel für spürbar mehr Widerstand.
  • Türspion oder Kamera, um vor dem Öffnen zu sehen, wer klingelt.
  • Massives Schließblech tief in der Wand verschrauben.
  • Immer abschließen – eine nur zugezogene Tür ist in Sekunden offen.
MaßnahmeAufwandRichtpreis
Sicherheitszylindergering40 – 120 €
Schutzbeschlaggering30 – 90 €
Zusatzschlossmittel80 – 200 €
Mehrfachverriegelunghoch300 – 700 €
Preiswert anfangen

Die Kombination aus geprüftem Sicherheitszylinder und Schutzbeschlag bringt für relativ wenig Geld den größten Sicherheitsgewinn – ein sinnvoller erster Schritt für jede Mietwohnung.

Was Mieter beachten müssen

Viele Nachrüstungen sind auch in Mietwohnungen möglich. Bauliche Veränderungen sollten Sie mit dem Vermieter abstimmen; rückstandsfrei entfernbare Zusatzschlösser sind meist unproblematisch. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Schließzylinder-Tausch.

Wer die Technik nicht selbst montieren möchte, lässt Einbruchschutz und den Austausch von Schloss und Zylinder vom Fachbetrieb erledigen – inklusive Beratung zur passenden Sicherungsstufe.

Häufige Fragen

Welche Norm sollte ein Sicherheitszylinder erfüllen?
Achten Sie auf DIN EN 1303 sowie Bohr- und Ziehschutz. Für erhöhten Schutz empfiehlt die Polizei Zylinder mit Sicherungskarte gegen Nachschlüssel.
Bringt ein teures Schloss ohne stabile Tür etwas?
Nur begrenzt. Sicherheit entsteht aus dem Zusammenspiel von Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag. Die schwächste Stelle entscheidet.